Türchen #24: Ein gesunder Start ins Leben

Nur zur Erinnerung: An Weihnachten soll die Feier der Geburt des Jesuskindes im Fokus stehen. Ob Maria und Josef damals wohl gewusst haben, dass es gerade auf die ersten Jahre ankommt, wie sich ihr Kleiner so entwickeln wird? Was Eltern gerade bei der Ernährung ihrer Kleinkinder beachten sollten, erklärt Dr.  Martin Claßen hinter dem 24. Türchen.

Die Ernährung in den ersten vier Lebensjahren ist grundlegend für die spätere Entwicklung ist. Durch die Muttermilch, die alles liefert, was die Kleinen brauchen, sind Säuglinge noch gut versorgt. „Doch in den ersten Monaten nach dem Abstillen läuft vieles in eine falsche Richtung“, sagt Dr. Martin Claßen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser. Genau dann lernen Kleinkinder die selbstbestimmte Nahrungsaufnahme, Vorlieben in Bezug auf Geschmack oder Konsistenz werden geprägt.

„Leider entsprechen die Vorbilder in der Erwachsenenernährung nicht immer den Empfehlungen einer optimalen Kost für Kleinkinder“, sagt Claßen. Eine Fehl- und Mangelernährung könne gerade in dieser Lebensphase negative Einflüsse auf die motorische und psychische Entwicklung haben. Und gerade in den ersten Lebensjahren erfolge die metabolische Programmierung. Das heißt: Diese Jahre können grundlegend dafür sein, wie groß später das Risiko ausfällt, an Fettleibigkeit (Adipositas), Diabetes (Zuckerkrankheit), Herz-Kreislauf-Krankheiten oder einer Stoffwechselstörung zu erkranken. Aber was machen Eltern in dieser Phase am häufigsten falsch? „Kleinkinder bekommen hierzulande zu viel eiweiß- und salzhaltige Nahrung. Das erhöht zum Beispiel frühzeitig das Adipositas-Risiko“, sagt Claßen. Außerdem äßen sie zu viel Fleisch, Wurst und Eier und tränken insgesamt zu wenig, dafür aber zu oft gesüßte Getränke. Zudem fehle häufig genügend Vitamin D, Folsäure und Eisen im Essen. Da könne man mit mehr Gemüse, Brot, Fisch und pflanzlichen Fetten gegensteuern.

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Türchen #24: Ein gesunder Start ins Leben

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