Abgehorcht (7): Spülmaschinen-Aerobic

Sportverein zu. Wetter schlecht. Wie soll man sich da bitte fithalten? Gut, dass es eine besondere Fitnessmaschine in den eigenen vier Wänden gibt. Wie sie funktioniert, lesen Sie im 7. Teil unserer Kolumne “Abgehorcht”.

VON STEFANIE BECKRÖGE

Die meisten von uns kennen das Problem – Weihnachtskekse, Stollen, Marzipan – und dann noch den himmlischen Nachtisch aus geschichteten Spekulatius mit Sahne und Himbeeren. Der Schock kommt im Januar beim zaghaften Betreten der Waage. Bringt einem dann auch nichts, wenn alle sagen, man nehme nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten zu… Und dann hat auch noch der Sportverein zu und das Wetter verkürzt den Weihnachtsspaziergang auf „einmal um den Block“.

Aber Ernährungs-und Sportmediziner sprechen ja gerne vom Bewegungspotenzial im Haushalt. Und das gilt es aktiv zu nutzen. Da bin ich froh, dass ich klein bin und in einem Altbremer Haus wohne – da sind nämlich nicht nur die Decken hoch, sondern daran angepasst auch die Schränke. Damit wird jedes Spülmaschinen-Ausräumen zur Step-Aerobic- Einlage in den eigenen vier Wänden.

Und das obwohl die Küche doch schon wegen des gefüllten Kühlschranks eher als Problemzone wahrgenommen wird. Also los. Klappe auf. Zunächst die Teller. Gut, das Tellerregal ist selbst für mich ohne Hilfsmittel erreichbar, aber ein paar Teller übereinander trainieren schon mal die Oberarme. Dann die Becher und Tassen – da ist schon der Stepp gefragt, bei Müslischüsseln und Gläsern geht es auf die zweite Stufe – rauf, runter … Beim Bücken zum Spüler: Beine gerade, Rücken gerade runter – und dehnen!

In unserer Kolumne „Abgehorcht“ berichten unsere Autoren über die alltäglichen Versuche gesünder zu leben. Und darüber, warum das am Ende oft doch nicht klappt.

Und dann weiter – rauf, runter, rauf, runter…. Dann ist da noch die riesige Salatschüssel, die ganz oben auf dem Küchenschrank wohnt – und jetzt wird’s fast akrobatisch: Rauf auf den Stepp – weiter beherzt auf den Küchenblock und dann richtig doll strecken. Zu blöd, dass ich dabei mit meinem Rock an der Cornflakes-Packung hängenbleibe, deren Inhalt sich sofort auf den Boden verteilt. Meine Feinmotorik trainiere ich noch schnell beim Einräumen der Besteckschublade und hole dann den Staubsauger. Und wo der schon einmal im Einsatz ist, kann auch mal wieder richtig durchgesaugt werden. Das trainiert wiederum die Arme. Danach bin ich ganz zufrieden. Gut, dass noch etwas von der himmlischen Nachspeise mit den Himbeeren im Kühlschrank ist – und, dass über Weihnachten so viel Besuch kommt. Da läuft der Spüler ja fast täglich.

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