Auszeichnung für Bremer Notaufnahme

Gerade in den Wintermonaten ist das Patientenaufkommen wegen vieler Glätteunfälle und Grippeerkrankungen besonders hoch. Aber auch sonst steigt die Zahl der Patienten in den Notaufnahmen seit Jahren. Die Notaufnahme des Klinikums Bremen-Mitte wurde für ihre besonders gute Organisation und ihren Teamgeist zertifiziert.

VON TIMO SCZUPLINSKI (TEXT) UND KERSTIN HASE (FOTOS)

Die kalten Temperaturen machen sich auch in den Notaufnahmen bemerkbar. „Wir sind in der Hauptsaison für Glätteunfälle“, sagt Dr. Klaus-Peter Hermes, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Bremen-Mitte. Gerade weil es oft nur stellen-weise glatt ist, sei die Gefahr derzeit auszurutschen und sich so schwere Verletzun-gen zuzuziehen besonders schlecht einzuschätzen. Zur Glätte kommen aktuell auch viele ältere Menschen hinzu, denen schlicht die niedrigen Temperaturen zu schaffen machten, und deshalb die Notaufnahme aufsuchen. Auch die Zahl der Menschen, die mit einer Grippe in die Notaufnahme kommen, sei in den vergangenen Tagen gestie-gen. „Dennoch können wir den großen Patientenstrom so gut managen, dass die wirklich akuten Fälle schnell behandelt werden können“, sagt Hermes.

Damit das auf diesem Niveau funktionieren kann, brauche es ein enorm hohes Maß an Organisation innerhalb des Teams und eine optimale Zusammenarbeit zwischen den Kliniken. Jedes Rädchen muss ineinandergreifen. Dass das in der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Bremen-Mitte besonders gut klappt, hat nun auch die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin gewürdigt. Die Klinik um Chefarzt Dr. Klaus-Peter Hermes ist die einzige Bremer Klinik, die für ihre besonders professionelle Zusammenarbeit und Versorgung von Schwerverletzten von der Fachgesellschaft bisher zertifiziert wurde.

Im Norden Deutschlands gibt es sonst nur noch zwei Kliniken in Flensburg und Hamburg, die diese Auszeichnung bekommen haben. Bundesweit sind es bloß 21.

„Das ist ein Ritterschlag für unser Team und auch ein Zeichen an die Patienten, dass sie hier bestmöglich und auf einem ganz hohen Niveau versorgt werden“, sagt Her-mes. Zwei Jahre lang habe man auf dieses Zertifikat mit den besonders großen An-forderungen hingearbeitet. Die Gesellschaft lobte neben dem hohen Level der medizinischen Versorgung auch insbesondere den auffällig guten Teamgeist, der in der Klinik herrscht.

Die Zentrale Notaufnahme ist seit 2009 eine eigenständige Klinik am Klinikum Bre-men-Mitte. Seit Jahren steigt die Zahl der Notfallpatienten und somit auch die Anfor-derungen an das Team. Wurden 2010 noch etwa 100 Polytrauma-Patienten, also Menschen die mehrfach schwerverletzt sind, behandelt, waren es im vergangenen bereits 400. Insgesamt hat sich die Zahl der Patienten in der Zentralen Notaufnahme laut Dr. Klaus-Peter Hermes um etwa 30 Prozent erhöht.

Notaufnahme oder Bereitschaftsdienst?

Wer dringend ärztliche Hilfe braucht, geht häufig in die Notfallaufnahmen der Krankenhäuser. Doch nicht jeder Patient ist dort auch an der richtigen Stelle. Das ist ein Grund, warum es mitunter zu langen Warte-zeiten in der Notaufnahme kommt. So sollte es eigentlich laufen: Handelt es sich um einen medizinischen Notfall – also eine schwerwiegende, womöglich sogar lebensbe-drohliche Erkrankung – ist ganz klar die Zentrale Notfallaufnahme zuständig für die Versorgung. Geht es um leichtere Fälle, dann sind Patienten beim Ärztlichen Bereit-schaftsdienst (Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung) richtig. Dieser ist über die Telefonnummer 116 117 erreichbar.

Wem die Plastische Chirurgie helfen kann

Schwere Krebsoperationen, Verbrennungen oder Unfälle und auch der Alterungsprozess können das Aussehen eines Menschen dramatisch verändern. In solchen Fällen hilft die Plastische Chirurgie. Experten aus der ganzen Welt treffen sich jetzt zum ersten Mal bei einem internationalen Kongress im Klinikum Bremen-Mitte.
Lesen Sie mehr

Essen vergessen? Was Demenz für die Ernährung bedeutet

Am Klinikum Bremen-Nord gibt es am 28. Februar einen Vortrag darüber, wie sich Alterserkrankungen auch auf Hunger, Durst und den Geschmackssinn auswirken können.
Lesen Sie mehr

Nervenkitzeln als schmerzhafte Geduldsprobe

Die Neurologische Frühreha am Klinikum Bremen-Ost wurde ausgebaut. Aber was für Patienten werden dort überhaupt behandelt? Eine am Guillain-Barré-Syndrom erkrankte Patientin hat uns erzählt, wie sie auf der Spezialstation wieder zurück ins Leben fand.
Lesen Sie mehr

Vorreiter in der Gewebespende

Das Klinikum Bremen-Mitte war im vergangenen Jahr der bedeutendste Partner in der Gewebespende für die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG). Sowohl bei der Zahl der Gewebespenden als auch bei der Zahl der Hornhauttransplantationen liegt das Krankenhaus ganz vorne.
Lesen Sie mehr

Auszeichnung für Bremer Notaufnahme

Gerade in den Wintermonaten ist das Patientenaufkommen wegen vieler Glätteunfälle und Grippeerkrankungen besonders hoch. Aber auch sonst steigt die Zahl der Patienten in den Notaufnahmen seit Jahren. Die Notaufnahme des Klinikums Bremen-Mitte wurde für ihre besonders gute Organisation und ihren Teamgeist zertifiziert.
Lesen Sie mehr

Neue Neurologie in Nord

Die Neurologie ist die Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts. Mit der steigenden Lebenserwartungen steigt auch die Zahl neurologischer Erkrankungen. Am Klinikum Bremen-Nord gibt es nun eine neue Klinik für Neurologie, die sich unter anderem um Patienten mit Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson oder Epilepsie kümmert.
Lesen Sie mehr

Bagger. Mobilkran. fertig.

Ende Januar hat das Klinikum Bremen-Mitte etwas Platz geschaffen für das neue Hulsbergviertel. Per Bagger und Mobilkran wurde das Haus 5 auf dem Krankenhausgelände abgerissen.
Lesen Sie mehr

Ernährungsberatung im Krankenhaus: Auf den Nährstoffmix kommt es an

Die richtige Ernährung kann nicht nur das Erkrankungsrisiko verringern, sie kann bereits schwerkranken Menschen genauso gut helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Aber wie? Wir haben eine Ernährungsberaterin am Klinikum Bremen-Mitte dazu getroffen.
Lesen Sie mehr

Krankenhausschule – “Hier kann jeder seinen eigenen Weg finden”

Damit kranke Kinder und Jugendliche nicht den Anschluss verlieren, werden sie auch während ihres Krankenhaus-Aufenthaltes unterrichtet. Nun bekam die Krankenhausschule am Klinikum Bremen-Ost Besuch von Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan.
Lesen Sie mehr

Wie Kinder psychisch kranker Eltern leiden

Kinder psychisch kranker Eltern gelten oft als frühreif und leben häufig isoliert. Sie trauen sich kaum, Mitschüler nach Hause einzuladen. Obendrein laufen sie Gefahr, selbst irgendwann einmal an einer Depression zu erkranken. Das Projekt "Kidstime" sollen diese Kinder in Bremen nun stärken.
Lesen Sie mehr
  • 167
    Shares