Engel und Helden

In der Prof.-Hess-Kinderklinik ist aktuell eine Ausstellung zu sehen, die die Arbeit der Bremer Engel dokumentiert. Trotz der schweren Erkrankungen der Kinder zeigen die Fotos von Martin Herrmann fröhliche Momente.

VON MELANIE WALTER

Der Bremer Fotograf Martin Herrmann hat die fünf Engel aus der Prof.-Hess-Kinderklinik – drei Krankenschwestern, eine Kunsttherapeutin und eine Psychologin – bei ihrer Arbeit mit den jungen Patienten begleitet. Entstanden sind berührende Nahaufnahmen, die trotz der schweren Erkrankungen der Kinder fröhliche Momente zeigen.

Die Kinder, die von den Bremer Engeln aus der Prof.-Hess-Kinderklinik besucht werden, leiden an malignen Erkrankungen. Therapien, die erheblich in den Körper eingreifen, machen nicht nur den jungen Patienten, sondern häufig der ganzen Familie zu schaffen. „Wir wollen helfen und, wo es geht, entlasten“, sagte Prof. Dr. Hans-Iko Huppertz, Direktor der Prof.-Hess-Kinderklinik, bei der Ausstellungseröffnung.

Mit der so genannten Brückenhilfe entlasten die Bremer Engel die Patientenkinder und ihre Familien von häufigen Klinikbesuchen. Blutbildkontrolle, Zugänge reinigen, schauen, wie es dem Kind geht: Die Engel erledigen solche Aufgaben im gewohnten Umfeld der Kinder. „Was nützt es, wenn der Körper geheilt, die Seele aber Schaden erlitten hat?“, sagt Prof. Huppertz zu der Form der Unterstützung. Gleichzeitig kümmern sich die Engel auch um die Familienangehörigen und bieten Hilfe im neu zu organisierenden Alltag.

Die 2005 gegründete Initiative Bremer Engel der Erika Müller Stiftung ist eine mobile Familienhilfe für schwerstkranke Kinder und deren Familien in Bremen und umzu. Zwischen der Versorgung der Patienten in der Klinik und zuhause klaffte bis dato eine Lücke. Viele Patienten mussten von weither regelmäßig für kleine Behandlungen anreisen. Heute tun das an vier verschiedenen Partnerkliniken in Bremen und Delmenhorst insgesamt zehn Bremer Engel. Sie fahren mit kleinen weißen Fahrzeugen bis 100 Kilometer weit und sind im gesamten Nordwesten unterwegs.

„Die Engel sind gerne gesehene Gäste“, sagt auch Klinikdirektor Huppertz. Die Fotos, die ihre Tätigkeit dokumentieren, hängen im Erdgeschoss der Prof.-Hess-Kinderklinik im Gang zur Klinik für Kinderchirurgie und -urologie. Die Ausstellung ist frei zugänglich.

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