Experten für Schwerverletzte

Besonders in den Sommermonaten bekommen Unfallchirurgen viel zu tun. Denn die Zahl der Schwerverletzten steigt zur Fahrrad- und Motorradsaison sprunghaft an. In den Kliniken der Gesundheit Nord ist man auch auf besonders schwere Fälle vorbereitet. Mit der Unfallchirurgie am Klinikum Bremen-Ost sind nun alle Standorte des Klinikverbundes als Traumazentrum zertifiziert.

VON TIMO SCZUPLINSKI

 

Mit den Temperaturen steigt im Sommer auch die Zahl der Schwerverletzten. „Jetzt befinden wir uns leider wieder mitten in der Hauptsaison für Fahrrad- und Motorradunfälle“, sagt Prof. Dr. Michael Paul Hahn, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie an den Klinika Bremen-Mitte und -Ost. In den Notfallaufnahmen und Unfallchirurgien des Klinikverbundes Gesundheit Nord bekommen er und seine Kollegen zwischen Mai und September erfahrungsgemäß besonders viel zu tun. Schließlich sind zur warmen Jahreszeit auch besonders viele Zweiradfahrer auf den Straßen in und um Bremen unterwegs und so steige eben auch die Gefahr für folgenschwere Unfälle dieser oft schlecht geschützten Personen, berichtet Hahn.

An den vier Krankenhäusern der Gesundheit Nord ist man auf diese Fälle besonders gut vorbereitet. Nach den Unfallchirurgien in den Klinika Bremen-Mitte, Bremen-Nord und Links der Weser ist nun auch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfall-chirurgie am Klinikum Bremen-Ost wieder Mitglied im sogenannten Traumanetzwerk Bremen geworden.

Die Klinik wurde jüngst von der Deutschen Gesellschaft für Un-fallchirurgie als Lokales Traumazentrum zertifiziert. In solch einem Zentrum erfolgt die Primärversorgung schwerverletzter Personen in besonders hoher Qualität. Durch die enge Zusammenarbeit aller Häuser der Gesundheit Nord können auch schwerste Verletzungen umfassend versorgt werden.

Neben der Primärversorgung von Schwerverletzten hat sich die Unfallchirurgie am Klinikum Bremen-Ost auch auf den Bereich

Dr. Petra Bersebach, Standortleitung Ost

Alterstraumatologie fokussiert. Brüche im Wirbelbereich, an Hüftgelenken, Schultern und Händen seien typische Unfallfolgen gerade älterer Personen, sagt Professor Hahn. Das Team um Standortleitung Dr. Petra Bersebach arbeite zum Beispiel ganz eng mit der Geriatrie und dem dortigen Chefarzt Dr. Thomas Hilmer zusammen.

„Viele ältere Patienten müssen parallel zur Unfallverletzung auch wegen teils schwerwiegender Begleiterkrankungen behandelt werden“, sagt Hahn. Das Klinikum Bremen-Ost sei als Alterstraumatologisches Zentrum bestens für die Versorgung älterer Menschen geeignet. Außerdem stünden die Bereiche Fußchirurgie und Arthroskopische Ge-lenkchirurgie am Klinikum-Ost im Mittelpunkt.

Alle vier Traumazentren der Gesundheit Nord arbeiten standortübergreifend und strategisch zusammen, tauschen sich aus und profitieren fachlich voneinander, betont Hahn, der selbst die fachliche Leitung dieser sogenannten Sektion „Orthopädie & Unfallchirurgie“ übernommen hat.

Traumanetzwerk Bremen

Alle vier Unfallchirurgie-Kliniken der Gesundheit Nord sind nun als Traumazentrum zertifiziert und somit auch Mitglied des Traumanetzwerks Bremen. Die Erstversorgung von Schwerverletzten ist in solchen Zentren besonders gut. Durch die enge Zusammenarbeit aller Häuser der Gesundheit Nord können auch schwerste Verletzungen umfassend behandelt werden.

Die Unfallchirurgie am Klinikum Bremen-Ost war schon bis Ende 2015 als Traumazentrum zertifiziert, verlor diesen Status allerdings nach dem Weggang des damaligen Leiters Dr. Richard Delebinski. Dieser wurde damals Chefarzt der Unfallchirurgie im Klinikum Bremen-Nord, seine alte Stelle in Ost war zwischenzeitlich nicht besetzt. Das Klinikteam um Professor Hahn und Dr. Bersebach möchte die Unfallchirurgie im Klinikum Bremen-Ost nun weiter verbessern und ausbauen. Die Zertifizierung als Traumazentrum ist da ein zusätzlicher Anreiz für alle Beteiligten.

Das Klinikum Bremen-Ost finden Sie im Internet hier.

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