Krankenhausschule – “Hier kann jeder seinen eigenen Weg finden”

Damit kranke Kinder und Jugendliche nicht den Anschluss verlieren, werden sie auch während ihres Krankenhaus-Aufenthaltes unterrichtet. Nun bekam die Krankenhausschule am Klinikum Bremen-Ost Besuch von Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan.

VON ANDREA THEIL

Seltener, dafür hoher Besuch im Klinikum Bremen-Ost: Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung – und somit auch oberste Dienstherrin des Schulischen Zentrums für Pädagogik bei Krankheit – stattete Schulleiter Jörg Behrmann und seinem Kollegium gleich zu Beginn des neuen Jahres einen offiziellen Besuch ab.

In der sogenannten Krankenhausschule sollen kranke Schüler und Schülerinnen nach Möglichkeit nicht den Anschluss an den Unterricht ihrer Stammschule verlieren. Unterrichtet wird deshalb am Krankenbett, in krankenhausinternen Schulräumen und nach der Entlassung für Bremer Schülerinnen und Schüler auch zu Hause. Dabei müssen Lehrerinnen und Lehrer einige Herausforderungen bewältigen. Denn im Unterricht müssen völlig unterschiedliche Wissensstände, unterschiedlich große Belastbarkeit, unterschiedliche Erkrankungen und verschieden lange Aufenthalte unter einen Hut gebracht werden. Für alle aber bedeutet Krankenhausschule aber auch: Ablenkung, Normalität und Struktur in einer schwierigen Zeit.

Stand die Beschulung kranker Kinder und Jugendliche bisher selten im Fokus von Schulaufsichten oder Behörden, so zeigte sich die Senatorin sehr interessiert an den Aufgaben und Zielen der „Schule für Kranke“, wie diese früher genannt wurde.

Schulleiter Jörg Behrmann nutzte die Gunst der Stunde und stellte der Senatorin seine Schule und das umfangreiche Tätigkeitsfeld seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Viel Lob erhielt der langjährige Schulleiter vom Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Dr. Marc Dupont: „Ihr seid unser liebster Kooperationspartner.“ Der Chefarzt bezeichnete das Engagement und die Zusammenarbeit mit der Schule als „beispiellos“. Sehr individuell gestrickte Stundenpläne, das behutsame Eingehen auf die unterschiedlichen Schülerpersönlichkeiten und ihre persönlichen Lebenswelten hoben auch die anwesenden Schülersprecher positiv hervor. „Hier kann jeder seinen eigenen Weg finden“, sind die beiden Mädchen überzeugt.

Schulleiter Jörg Behrmann

Aber auch fachliche Themen kamen nicht zu kurz: Besonders intensiv tauschten sich die Anwesenden über eine sinnvolle Digitalisierung des schulischen Lebens mit Hilfe von sogenannten Lernmanagementsystemen wie „itslearning“ aus.

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