Pflanzliche Extrakte helfen bei Venenleiden

Wenn die Beine anschwellen und schmerzen, stecken häufig Venenleiden dahinter. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben jetzt gezeigt, dass auch pflanzliche Extrakte gegen Venenprobleme helfen können. Privatdozent Dr. Barbera erklärt, was es damit auf sich hat.

VON ROLF SCHLÜTER
Extrakte aus Rosskastanien, rotem Weinlaub und Buchweizen können bei Venenleiden helfen. Das Mangoldblatt, das hier abgebildet ist, veranschaulicht dagegen nur das Thema Pflanzen und Blutbahnen – dafür aber auf eine besonders schöne Weise. (Foto: iStock)

Bei hohen Temperaturen schwellen auch Beine und Füße an. Das fühlt sich nicht nur unangenehm an. Wassereinlagerungen sind bei einigen Menschen auch eine Veranlagung. „Pflanzliche Präparate helfen doch bei schweren Beinen“, sagt Privatdozent Dr. Letterio Barbera, Klinikdirektor der Gefäßchirurgie im Klinikum Bremen-Mitte. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegten das: Extrakte aus Rosskastanien, rotem Weinlaub und Buchweizen haben demnach eine günstige Wirkung bei Venenleiden.

“Viele kennen gerade bei der heißen Wetterlage die Symptome wie Schmerzen, Schwellung und Wassereinlagerung. Diese bilden sich deutlich zurück”, sagt Barbera. Die pflanzlichen Produkte wirkten entzündungshemmend und reizlösend (antioxidativ) auf die Innenhaut der Adern (Venen), so dass diese weniger Flüssigkeit durchlassen. “Dadurch nehmen krankhafter Wassergehalt und Schwellung der Beine ab. Die Lebensqualität der Betroffenen bessert sich, allerdings entfaltet sich die Wirkung erst nach einigen Wochen”, sagt Barbera. Hier müsse man Geduld aufbrignen, wenn eine positive Veränderung eintreten soll.

Die entsprechenden Untersuchungen wurden mit Präparaten in Tablettenform durchgeführt. Ob die lokale Anwendung in Form von Gels und Cremen auch hilfreich ist, wurde noch nicht untersucht. Die genannten Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und in der Regel gut verträglich. Sehr selten wurden Reizungen des Verdauungstraktes beschrieben. Alternativ rät Barbera dann doch eine lokale Anwendung mit Creme oder Gel zu versuchen.

Privatdozent Dr. Letterio Barbera

Venensprechstunde in der Klinik von Dr. Barbera ist immer mittwochs von 9-13 Uhr. Mehr Sprechstundentermine und Infos über die Gefäßmedizin finden Sie hier

Die Deutsche Venen-Liga (www.venenliga.de) gibt Tipps, was man vorbeugend gegen Venenleiden tun kann:

• Schwimmen ist ideal, denn das Wasser erzeugt einen natürlichen Kompressionsdruck auf die Venen.
• Möglichst täglich 15 Minuten ununterbrochen zügig gehen.
• Venengesunde Sportarten: Venen-Walking, Nordic-Walking, Wandern Radfahren
• Bei langen Autofahrten mindestens alle zwei Stunden Pause einlegen und die Beine vertreten.
• Bei langen Flug- , Bahn- oder Busreisen möglichst Sitzplatz am Gang wählen, im Sitzen öfter mit den Füßen kreisen, auf- und abwippen, ab und zu aufstehen und umhergehen.
• Wenn langes Stehen oder Sitzen nicht zu vermeiden ist, Stütz- oder Kompressionsstrümpfe tragen.
• Viel Wasser oder Kräutertee trinken und möglichst ballaststoffreich ernähren.
• Keine einengende Kleidung tragen, besonders nicht im Bein- und Beckenbereich.
• Nicht zu hohe Schuhe tragen.
• Beine so oft wie möglich hoch lagern.
• Beine abwechselnd warm und kalt abwaschen oder abduschen.
• Nicht zu lange sonnenbaden und die Beine dabei nicht abdecken. Dies führt zum Hitzestau.
• Bei anhaltenden Beschwerden zum Venenspezialisten (Phlebologe) gehen

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