Live aus dem OP- in den Hörsaal

Schwere Krebsoperationen, Verbrennungen oder Unfälle und auch der Alterungsprozess können das Aussehen eines Menschen dramatisch verändern. In solchen Fällen hilft die Plastische Chirurgie. Experten aus der ganzen Welt trafen sich jetzt zum ersten Mal bei einem internationalen Kongress im Klinikum Bremen-Mitte. Hier sind die Bilder.

VON KAREN MATISZICK (TEXT) UND KERSTIN HASE (FOTOS)

Beim Stichwort Plastische Chirurgie denken viele Menschen ausschließlich an Schönheitsoperationen. Oft aber haben Eingriffe einen ganz anderen Grund als den Wunsch nach einem perfekten Aussehen. In vielen Fällen geht es um die Rekon-struktion von Körperstellen oder die Wiederherstellung von Nerven und Sehnen. Das Spektrum der Plastischen Chirurgie ist breit – und ebenso vielfältig sind die Themen, die bei dem Kongress im Klinikum Bremen-Mitte vom 22. bis 24. Februar erörtert wurden. Wegen der internationalen Teilnehmer fand der Kongress komplett auf Englisch statt und trug den Namen „SOAP-Meeting“. Die Abkürzung „SOAP“ steht für „State Of the Art Plastic SURGERY“, also frei übersetzt „Der neueste Stand in der Plastischen Chirurgie“.

„Wir haben relevante Eingriffe der Plastischen Chirurgie auf einem sehr hohen fachlichen Niveau mit erfahrensten und besten Kollegen aus aller Welt diskutiert“, sagt Prof. C. Can Cedidi. Cedidi ist Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Bremen-Mitte und leitet den Kongress. Besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Live-Übertragung mehrerer Operationen aus den OP-Sälen im Klinikum Bremen-Mitte, die von den Experten analysiert und besprochen wurden. Für Prof. Cedidi war der Kongress auch eine Möglichkeit, an der Weiterentwicklung seines Faches mitzuwirken. Gleichzeitig wünscht er sich, dass die Plastische Chirurgie mit ihren Möglichkeiten häufiger und vor allem früher in Anspruch genommen wird. „Wir können viel ermöglichen“, sagt er, „oft könnten wir den Patientinnen und Patienten eine lange Zeit des Leides ersparen, wenn sie eher zu uns kommen würden.“

In der von Prof. Cedidi geleiteten Klinik, die zu den größten in Deutschland gehört, werden beispielsweise Frauen operiert, bei denen nach einer Krebserkrankung eine Brustrekonstruktion notwendig ist. Einen Namen hat sich der Chefarzt aber ebenso mit der Versorgung von Verbrennungsopfern gemacht – vor einiger Zeit operierte er eine junge Frau aus dem Iran, die seit ihrer Kindheit unter einem total vernarbten und entstellten Gesicht litt und nun eine komplett neue Haut bekommen hat. Bereits mehrfach gelang es ihm, Patienten nach dramatischen Arbeitsunfällen zu helfen und beispielsweise eine abgetrennte Hand erfolgreich zu replantieren. Solche Eingriffe dauern Stunden und erfordern höchste Präzision.

 

“Machen keine Modemedizin”

Prof. Can C. Cedidi

Aber auch die klassischen Eingriffe der Ästhetischen Chirurgie – Fettabsaugung, Nasenkorrekturen oder das Anlegen von Segelohren – sind in seiner Klinik möglich. Dabei legt der Chefarzt Wert darauf, dass alle Patientinnen und Patienten vorher kritisch und umfassend beraten werden. „Wir bieten unseren Patienten nichts Unrealistisches an und machen keine Modemedizin“, sagt er. Wer sich bei ihm operieren lässt, kann sicher sein, auf höchstem Niveau behandelt zu werden. „Wir sind Teil eines großen Hochleistungskrankenhauses, in dem viele komplexe Veränderungen, Erkrankungen und Verletzungen versorgt werden“, so Prof. Cedidi. „Deshalb können wir auch bei schwierigen Fällen auf unsere umfangreichen Erfahrungen zurückgreifen.“

Zur Klinik von Prof. C. Can Cedidi geht es hier. Im Video wird Ihnen außerdem erklärt, wie sich Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie unterscheiden.

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