Türchen #19: Vorsicht vor dem Diäten-Hype!

Eltern stellen immer häufiger auf eigene Faust die Ernährung ihrer Kinder um. Laktosefreie Lebensmittel und glutenfreie Kost sind dafür nur zwei Beispiele. Doch Kinderärzte warnen ausdrücklich vor diesem Diäten-Hype.

Mittlerweile dürfte der Süßigkeitenberg in einigen Büros, Küchen und Wohnzimmern während der Adventszeit schon beträchtlich gewachsen sein. Gut, wenn Eltern ihre Kinder dann vor zu viel Süßem bewahren. Doch viele Eltern setzen ihre Kinder noch auf ganz andere, weitaus weniger sinnvolle Diäten.

„Es ist geradezu ein Diäten-Hype entstanden, den wir Kindergastroenterologen gar nicht gutheißen“, sagt Dr. Martin Claßen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser, der auch als 1. Vorsitzender der Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) aktiv ist.

Ein aktueller Trend sei die glutenfreie Kost ohne den Beweis für eine lebenslange Unverträglichkeit gegenüber dem Gluten, das in den meisten Getreidesorten enthalten ist. Auch „beliebt“ sei die Lactoseintoleranz, ohne dass es eine ärztliche Diagnose dafür gibt, dass der „Betroffene“ Milchzucker nicht verträgt. „Jede Diät kann zu Einschränkungen der Lebensqualität der Kinder führen“, warnt Claßen. Bei körperlichen Beschwerden wie den häufigen Bauchschmerzen sollten Kinder unbedingt ärztlich untersucht werden, statt auf eigene Faust die Ernährung umzustellen. „Es stehen eine Reihe einfacher Untersuchungsverfahren für Kinder zu Verfügung, um den Verdacht präzise abklären zu können“, sagt Claßen. Gemeinsam könne man die beste und verträglichste Therapiemethode und eine passende Ernährung finden und den Prozess überwachen „Wir Kindergastroenterologen haben die Fachkenntnisse über Erkrankungen im Bauch.“, sagt der Arzt. Eltern sollten diese bei Problemen unbedingt für ihre Kinder nutzen, anstatt es auf eigene Faust zu versuchen. ”

Zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser finden Sie hier

Rund um das Thema Ernährung geht es auch in unserer vierten Ausgabe von “gesund mal 4” . Das Magazin erscheint am 20. Dezember. Sie finden es in Bremer Apotheken, Arztpraxen und natürlich in unseren vier Krankenhäusern. Ein Download des Magazins ist dann auch auf www.gesundmalvier.de möglich

Türchen #24: Ein gesunder Start ins Leben

Nur zur Erinnerung: An Weihnachten soll die Feier der Geburt des Jesuskindes im Fokus stehen. Ob Maria und Josef damals wohl gewusst haben, dass es gerade auf die ersten Jahre ankommt, wie sich ihr Kleiner so entwickeln wird? Was Eltern gerade bei der Ernährung ihrer Kleinkinder beachten sollten, erklärt Dr. Martin Claßen hinter dem 24. Türchen.
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Türchen #23: Vorsicht vor Mangelernährung!

Wenn das Weihnachtsfest vorbei ist, hält der Gang auf die Waage oft noch eine schöne Bescherung bereit. Wer sich danach dazu entschließt, erst einmal eine Diät zu machen, der sollte jedoch vorsichtig sein.
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Türchen #22: Keine Angst vorm Impfen!

Noch zwei Tage bis Weihnachten. Und jetzt bitte nicht krank werden. Während Infekte nicht ganz zu vermeiden sind, kann man sich gegen die viel gefährlichere Grippe wirksam schützen. Und zwar per Impfung. Warum die Sinn macht, erfahren Sie hinter Türchen 22.
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Türchen #21: Saures macht hungrig!

Wenn bei Ihnen das Weihnachtsfest generell eher weniger gute Laune auslöst, dann versuchen Sie es doch mal mit etwas Saurem. Das soll schließlich lustig machen. Und das stimmt auch, obwohl „lustig“ hier nicht unbedingt für Spaß steht.
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Türchen 20: Lieber Kaffee als Wein!

Na, können Sie den Glühwein noch riechen? Oder haben Sie bereits genug davon? Vielleicht stehen Sie aber auch sowieso eher auf ein klassisches Glas Rotwein. Und das soll sogar gesund sein. Oder etwas doch nicht? Mehr hinter unserem 20. Türchen.
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