Wenn Übergewicht krank macht

Immer mehr Menschen sind fettleibig. Deshalb möchte die Weltgesundheitsorganisation WHO Werbung für ungesunde Lebensmittel einschränken lassen. Doch was bedeutet extremes Übergewicht eigentlich für die Gesundheit?

TIMO SCZUPLINSKI

Den Gang auf die Waage? Den würden sich viele Menschen am liebsten gleich sparen. Wer braucht schon die konkrete Kilo-Zahl, wenn er doch weiß, dass das Gewicht einfach viel zu hoch ist. In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut inzwischen ein Viertel aller Menschen stark übergewichtig. Bei vielen geht es sogar soweit, dass sie an Adipositas, also krankhaftem, extremen Übergewicht oder umgangssprachlich: Fettsucht leiden. Falsche Ernährung ist neben mangelnder Bewegung eine der Hauptursachen.

Adipositas ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit, die durch starkes Übergewicht gekennzeichnet ist. Für Betroffene ist das oft nicht nur ein ästhetisches Problem. „Unbehandelt kann Adipositas zur tödlichen Krankheit werden“, betont Prof. Dr. Hüseyin Bektas, Chefarzt der Klinik Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Bremen-Ost. Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Schlafapnoe oder Gelenkbeschwerden bis hin zum erhöhten Herzinfarktrisiko und Organversagen mache Adipositas besonders gefährlich. Auch die Annahme, dass sich das Übergewicht gerade bei jungen Menschen im Alter verwachse, sei ein Trugschluss. „Es wird eher schlimmer“, sagt Bektas.

Wenn Ernährungs- und Bewegungstherapie oder eine psychologische Betreuung nicht den gewünschten Erfolg bringen, „dann kann ein gewichtsreduzierender Eingriff die einzige Möglichkeit darstellen, eine deutliche und dauerhafte Reduktion des Körpergewichtes zu unterstützen“, sagt Oberarzt Leszek Grzybowski. Er leitet das Adipositaszentrum am Klinikum Bremen-Ost. Bei Eingriffen wie dem Magen-Bypass, dem Schlauchmagen oder dem Magenballon werde der Magen verkleinert und die Nahrungsaufnahme langfristig begrenzt.

Prof. Dr. Hüseyin Bektas

Das Team des Adipositaszentrums am Klinikum Bremen-Ost hat bei der Behandlung übergewichtiger Menschen mit mehr als 400 Eingriffen in mittlerweile zehn Jahren eine riesige Erfahrung zu bieten. Die Klinik zeichnet sich durch eine professionelle Beratung und ein fachübergreifendes Konzept aus. Durch ein interdisziplinäres Team mit Experten aus Innerer Medizin, Psychosomatik, Chirurgie und anderen Fachbereichen „wird der Vielseitigkeit dieses Krankheitsbildes Rechnung getragen“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Hüseyin Bektas. Das sei unabdingbar, auch um den Gang auf die Waage wieder erträglicher zu machen.

Ab wann ist man adipös? Als adipös – also fettleibig – gelten Menschen, deren Body-Mass-Index über einem Wert von 30 liegt, übergewichtig ist man laut Weltgesundheitsorganisation ab einem Wert von 25. Liegt der Wert niedriger als 18, ist man untergewichtig. Den BMI kann man mit der Formel Körpergewicht in Kilogramm durch Körpergröße in Metern zum Quadrat berechnen.

Sprechstunde im Adipositaszentrum Bremen ist immer dienstags von 10 bis 13 Uhr
in der Chirurgischen Tagesklinik im Klinikum Bremen-Ost. Telefonisch erreichen Sie
das Adipositaszentrum unter 0421 408 2138.

Mehr unter www.adipositaszentrum-bremen.de.

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