Schnelle Abkühlung? “Kaltes Wasser kann auch gefährlich sein”

Der Wunsch nach Abkühlung ist bei vielen gerade besonders groß. Der Sprung ins kalte Wasser kann aber auch gefährlich werden, warnt Intensiv- und Notfallmediziner Dr. Frank Wolffgramm. Der große Temperaturunterschied bedeute für das Herz-Kreislauf-System eine große Belastung.

Die Sehnsucht nach dem Sprung ins kühle Wasser ist bei mehr als 30 Grad für viele gerade besonders groß. Kaltes Wasser ist aber nicht immer das, was dem Körper auch wirklich gut tut. „Gerade nach einem langem Sonnenbad kann kaltes Wasser auch gefährlich sein“, sagt Dr. Frank Wolffgramm, Intensiv- und Notfallmediziner am Klinikum Bremen-Nord. Denn wenn die Differenz zwischen Wasser- und Körpertemperatur besonders groß sei, könne man schnell einen Schock erleiden. Die schnelle Abkühlung lasse die Blutgefäße in der Haut schlagartig enger werden.

Das belaste das Herz-Kreislauf-System und könne auch über einen Reflex den Herzschlag bremsen oder die Atmung erschweren. „Besonders für Herzkranke aber auch Gesunde kann das sehr belastend sein. Im schlimmsten Fall führt das zu einem Herzstillstand“, sagt Wolffgramm. Statt mit einem Satz vom Steg, Boot oder Beckenrand ins Wasser zu springen, rät der Mediziner den Körper langsam an die kalte Temperatur zu gewöhnen. „An der Oberfläche fühlt sich das Wasser jetzt meist sehr warm an. Aber in tieferen Regionen ist es deutlich kälter – und das kann den Körper schocken.“

Kaltes Wasser kann zu Hitzestau führen

Auch die eiskalte Dusche sei in diesen Tagen nicht unbedingt das beste Rezept gegen die Hitze. „Auch wenn sie erfrischend sein mag, tut die Eiseskälte dem Körper nur kurz gut“, so Wolffgramm. Wenn die Temperatur des Wassers unter der 20-Grad-Marke liege, dann müsse der Körper auf Dauer viel Energie aufwenden, um die Körpertemperatur nicht zu stark sinken zu lassen. „Die Blutgefäße ziehen sich bei Kälte zusammen, der Körper kann nicht weiter abkühlen. Deswegen kann es nach der Abkühlung auch zu einem Hitzestau kommen“, sagt Wolffgramm. Der Arzt rät zu lauwarmem Wasser, um der Hitze etwas entgegenzusetzen.

Eine zu plötzliche Abkühlung für den Körper bedeutet auch eine große Belastung für das Herz-Kreislauf-System, warnt Notfallmediziner Dr. Frank Wolffgramm.

Es sei denn, man möchte nach einer langen Sporteinheit dem Muskelkater vorbeugen. „Hier kann ein Eisbad zum Beispiel den Beinen helfen, weil die Durchblutung und so der Abbau von Abfallprodukten angeregt wird“, sagt Wolffgramm. Diesen Tipp sollte man sich seiner Meinung nach aber lieber für kühlere Zeiten aufheben. „Bei dieser Hitze sollten nicht nur Ungeübte übermäßige Anstrengung unbedingt vermeiden.“

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