BIPSTA meets Schulstation – Videotagebuch #2 – Spinalanästhesie und PDA

Das Zusammenspiel von Pflege und Medizin in Krankenhäusern gilt oft noch als ausbaufähig. Ein Pilotprojekt am Klinikum Links der Weser zeigt nun, wie es besser laufen kann. Was auf der Station so los ist, erfahrt ihr hier in regelmäßigen Abständen per Videotagebuch.

VON TIMO SCZUPLINSKI (TEXT) UND KERSTIN HASE (FOTOS)

Videotagebuch #2 – Was ist der Unterschied zwischen Spinal- und Peridualanästhesie?

Die Station Sylt im Klinikum Links der Weser hat sich für die nächsten Wochen in eine der wohl interessantesten Schulstationen Deutschlands verwandelt. Pflegeschüler eines kompletten Ausbildungskurses managen dort eine ganze Krankenhausstation. Sie versorgen Patienten, übernehmen Verantwortung, und – jetzt kommt das Besondere – sie arbeiten dabei auch besonders eng mit Medizinstudenten im Praktischen Jahr zusammen. Denn die klassische Schulstation, die seit vielen Jahren Bestandteil der Pflegeausbildung im Klinikverbund Gesundheit Nord ist, wird nun erstmals mit dem relativ jungen BIPSTA-Konzept kombiniert. Es ist ein Pilotprojekt, das die praktische Ausbildung für Pflege wie Medizin, auf ein ganz neues Niveau hieven könnte.

BIPSTA steht für Bremer interprofessionelle Ausbildungsstation. Das heißt: Der Fokus liegt hier auf der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen. Das Klinikum Links der Weser war 2019 das bundesweit erste akademische Lehrkrankenhaus, das eine solche Station schon testweise auf die Beine gestellt hatte. Mittlerweile hat sich das Projekt weiterentwickelt und wird nun erstmals in die Ausbildung von Pflegern und Ärzten integriert. Das Besondere hierbei: die enge Zusammenarbeit zwischen Medizinstudenten und Pflegeschülern. Etwas, das bisher kaum Bestandteil der Ausbildung oder des Praktischen Jahrs war. Das Klinikum Links der Weser nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

Videotagebuch #1 – Wie lege ich einen Katheter?

Gemeinsame Visiten, reibungsloser Ablauf

„Das Zusammenspiel von Pflege und Medizin ist im Klinikalltag oft noch ausbaufähig“, sagt Projektleiterin Dr. Swantje Wienand. Dabei werde es in Zukunft immer mehr darauf ankommen, wie gut unter Ärzten, Pflegekräften und allen, die Patienten mitversorgen, kommuniziert wird. Warum? Das bessere Zusammenspiel verspreche reibungslosere Abläufe auf Station, was zum Beispiel angesichts des bundeweiten Fachkräftemangels eine Entlastung für die Teams bedeuten würde. „Doch nicht nur das Klinikteam, sondern auch die Patienten profitieren davon – etwa durch eine höhere Versorgungsqualität“, sagt Stationspflegeleitung Elke Dannecker. In der gesamten Fachwelt – zum Beispiel auch von der WHO – werde heute ein besseres Zusammenspiel unter den Berufsgruppen im Krankenhaus gefordert. „Wir setzen es mit dem BIPSTA-Projekt nun praktisch um“, sagt Projektleiterin Wienand.

Aber wie funktioniert die Kombination aus Schulstation und BIPSTA am Klinikum Links der Weser konkret? Neben dem normalen Schulstationsbetrieb arbeiten einige Pflegeschüler wochenweise im BIPSTA-Team – also dann auch mit angehenden Ärzten – zusammen. Die Azubis und PJ-Studenten teilen sich beispielsweise das Dienstzimmer, machen gemeinsame Übergaben, und auch die Visiten werden von Medizinstudenten und Pflegeschülern gemeinsam gemacht. Auszubildende und Studenten sollen so ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie die jeweils andere Berufsgruppe arbeitet und wie man sich besser ergänzen kann, statt aneinander vorbeizureden. „Wir haben nach den bisherigen Testläufen die Erfahrungen gemacht, dass sich das Konzept spürbar auf das gesamte Handeln und Denken im Stationsalltag auswirkt und verschiedene Berufsgruppen viel enger zusammenwachsen“, sagt Klinikpflegeleitung Gesine Kespohl, die das Projekt am Klinikums Links der Weser von Beginn an mit aufgebaut hat

Modell für die gesamte Ausbildung

„Für unsere Auszubildenden ist diese Kombination das Non-plus-ultra. Sie werden optimal auf den Berufsalltag vorbereitet“, sagt Praxisanleiterin Grit Schnibbe von der Bildungsakademie, der Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Gesundheitsfachberufe im Klinikverbund Gesundheit Nord. Für Pflegeschüler wie Medizinstudenten sei die Schulstation so etwas wie die Generalprobe vor dem Start in ihr Arbeitsleben. Ziel sei es, dass das BIPSTA-Modell künftig fester Bestandteil der praktischen Ausbildung in der Gesundheit Nord werde. Dann werden vielleicht auch angehende Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten dabei sein.

Hier geht es direkt zur Karriere-Seite der Gesundheit Nord

Unterwegs mit einem Bremer Engel

Kinderkrankenschwester und Diabetesberaterin Beate Krone vom Klinikum Bremen-Nord besucht kranke Kinder auch zu Hause. Dann kommt sie als sogenannter Bremer Engel in die Familien. Wir haben Beate Krone einen Tag lang begleitet.
Lesen Sie mehr

Das Burnout-Syndrom – und wie man es umgeht

Wenn es um Stress geht, ist der Begriff „Burnout“ nicht weit. Das Bournout-Syndrom galt vor Jahren als ein Phänomen, das eigentlich nur stressgeplagte Manager traf. Heute kennt fast jeder einen Betroffenen. Ein Interview mit Dr. Dr. Peter Bagus.
Lesen Sie mehr

Krebs und Corona: “Ich gebe zu: Ich habe Angst”

Wie gehen Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, eigentlich gerade mit der Corona-Situation um? Ein Beispiel dafür ist Fenja Harms. Die 23-jährige Bremerhavenerin kämpft seit mehr als zwei Jahren gegen ihre Leukämie-Erkrankung.
Lesen Sie mehr

“Bei all dem Pech doch ein Glückspilz”

Peter Sperling hat Krebs. Für Patienten wie ihn finden erfahrene Spezialisten im Klinikverbund gemeinsam die beste Therapie. Nun wurde die Gesundheit Nord erstmals als "Standortübergreifendes Onkologisches Zentrum" ausgezeichnet. Aber wie funktioniert die Arbeit in solch einem Zentrum konkret? Hier ist ein Einblick.
Lesen Sie mehr

Wie funktioniert der Springerpool in der Pflege?

Fest angestellt sein und Arbeitszeiten trotzdem selbst bestimmen. Der zentralen Springerpool bietet Fachpflegekräften eine besondere Möglichkeit zu einem verlässlichen Dienstplan und einem abwechslungsreichen Aufgabengebiet. Eine Springerin gibt einen Einblick.
Lesen Sie mehr

Video: Warum liegen viele Corona-Patienten auf den Bauch?

In den Nachrichten sieht man häufig Corona-Patienten, die auf der Intensivstation auf dem Bauch liegen. Was es damit auf sich hat, erklärt Intensivmediziner Dr. Frank Wolffgramm im Video.
Lesen Sie mehr

(Herz-)Klappe, die 1000.

Wenn eine Herzklappe ersetzt werden muss, ist eine offene Herz-OP für manche Patienten recht risikoreich. Eine Alternative dazu heißt TAVI. Bei diesem kathetergestützte Aortenklappenersatz (Transcatheter Aortic Valve Implantation) wird die Ersatzklappe mittels Katheter über die Brust oder die Leiste an ihren Einsatzort gebracht und dort entfaltet. Im Klinikum Links der Weser gab es jetzt den 1000. chirurgischen Eingriff dieser Art.
Lesen Sie mehr

Defekt in der Schaltzentrale

Nach einem Schlaganfall muss das Gehirn umprogrammiert werden. Aber wie funktioniert das eigentlich?
Lesen Sie mehr

Reha in den eigenen vier Wänden

Wen eine klassische Rehabilitation auf einer Krankenhausstation, in einer Reha-Klinik oder in einer Tagesklinik überfordert, der kann vom Angebot der Mobilen Reha profitieren. In diesen Fällen kommen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Fachpflegekräfte, Neuropsychologen und/oder Ernährungsberater zu den Menschen nach Hause. Nun wird das Angebot auf Bremen-Nord ausgeweitet.
Lesen Sie mehr

Wie funktioniert der Springerpool in der Pflege?

Fest angestellt sein und Arbeitszeiten trotzdem selbst bestimmen. Der zentralen Springerpool bietet Fachpflegekräften eine besondere Möglichkeit zu einem verlässlichen Dienstplan und einem abwechslungsreichen Aufgabengebiet. Eine Springerin gibt einen Einblick.
Lesen Sie mehr

Patient Blood Management – “So wenig Fremdblut wie möglich”

Ein neues Konzept – das sogenannte Patient Blood Management – soll am Klinikum Bremen-Mitte dabei helfen, dass Bluttransfusionen während einer Operation möglichst gar nicht erst notwendig werden.
Lesen Sie mehr

Diagnose Mandelkrebs

Heinz Peter Klinker litt an Mandelkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Die Erkrankung wurde spät entdeckt und doch besiegt. Damit er heute wieder essen und trinken kann, wurden ihm Hautlappen und Gefäße vom Unterarm verpflanzt.
Lesen Sie mehr

Bahn frei! Wie Blutgefäße und Nerven funktionieren

Die Länge aller Adern eines Menschen reicht mehr als zwei Mal um die Erde, alle Nervenbahnen hintereinander reichten bis zum Mond und wieder zurück. Aber was leisten unsere Gefäße und Nervenzellen eigentlich in jeder Sekunde unseres Lebens. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch den Körper.
Lesen Sie mehr

Das Burnout-Syndrom – und wie man es umgeht

Wenn es um Stress geht, ist der Begriff „Burnout“ nicht weit. Das Bournout-Syndrom galt vor Jahren als ein Phänomen, das eigentlich nur stressgeplagte Manager traf. Heute kennt fast jeder einen Betroffenen. Ein Interview mit Dr. Dr. Peter Bagus.
Lesen Sie mehr

Drei Wochen Isolierstation: Wie der Bremer Ortwin Fritsche das Coronavirus überstand

Ortwin Fritsche hat das Coronavirus im Klinikum Bremen-Mitte besiegt. Seinen Kampf gegen die Krankheit hat er auch in zwei Geschichten verarbeitet. Hier blickt er auf die schweren Wochen zurück.
Lesen Sie mehr
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Informationen zum Datenschutz finden Sie unter: https://gesundmalvier.de/impressum/

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen