Der doppelte Chefarzt vom Klinikum Bremen-Ost

Im Klinikum Bremen-Ost befindet sich gerad einiges im Wandel. Eine komplett neue Intensivstation ist im Bau, ebenso ein moderns Aufnahmezentrum mit Vorbildcharakter. Zudem gibt es nun einen Wechsel an der Spitze der Inneren Medizin. Dr. Oliver Müssig ist seit Juni Nachfolger von Prof. Dr. Rainer Porschen.

VON TIMO SCZUPLINSKI

Es gibt wohl nur wenige, die das Klinikum Bremen-Ost so gut kennen wie Dr. Oliver Müssig. Seit 19 Jahren ist der Mediziner fester Bestandteil des Krankenhauses. Nach vielen Jahren als leitender Oberarzt hat der 50-Jährige in diesem Jahr auch erstmals die Rolle des Chefarztes übernommen – und das nun sogar in doppelter Weise. Denn nachdem Müssig im März bereits Leiter des Aufnahmezentrums geworden war, ist er seit Juni auch Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Er folgt damit auf Prof. Dr. Rainer Porschen, der sich nach fast 20 erfolgreichen Jahren im Klinikum Bremen-Ost in den Ruhestand verabschiedet hat.

„Ich identifiziere mich sehr mit diesem Krankenhaus und weiß, welch großes Potenzial und Knowhow hier vorhanden ist“, sagt Müssig, der seine neue Aufgabe mit viel Elan angeht. Nun – in doppelter Chefarztrolle – hat er schließlich die Gelegenheit, den Weg des Klinikums in besonderem Maße mitzugestalten. Und dafür bringt er einiges mit. Müssig ist nicht nur als Internist ausgebildet, sondern auch als Gastroenterologe, Diabetologe und Ernährungsmediziner. Zudem hat er Erfahrungen in der klinischen Geriatrie vorzuweisen. Doch nicht nur die fachliche Kompetenz zeichnet ihn aus. „Als langjähriger Mitarbeiter des Krankenhauses ist er für viele längst zu einer Identifikationsfigur geworden, genauso verkörpert er aber auch die in den vergangenen Monaten entstandene Aufbruchstimmung hier im Klinikum Bremen-Ost“, sagt Krankenhaus-Direktorin Judith Borsch. Sie sei glücklich darüber, dass Müssig in dieser aktuell besonders spannenden Zeit für das Klinikum Bremen-Ost eine so zentrale Rolle spiele.

Denn in dem Krankenhaus ist einiges im Wandel. So entsteht aktuell neben einer komplett neuen Intensivstation auch ein modernes Aufnahmezentrum samt Zentraler Notaufnahme und direkt angrenzender Aufnahmestation. „Das hat Vorbildcharakter und öffnet neue Möglichkeiten“, sagt Borsch.

Umfassende Viszeralmedizin im Klinikum Bremen-Ost

Als Chefarzt des Aufnahmezentrums und der Inneren Medizin ergeben sich für Müssig zudem etliche Anknüpfungspunkte zu anderen Fachkliniken innerhalb des Krankenhauses. Gemeinsam mit der neu aufgestellten Chirurgie-Klinik gebe es „wunderbare Möglichkeiten, am Klinikum Bremen-Ost eine umfassende Viszeralmedizin weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Oliver Müssig. Bei der Viszeralmedizin geht es um Erkrankungen, die im Bauchraum auftreten können. Patienten profitierten von der engen Abstimmung zwischen Chirurgen und Gastroenterologen. In Sachen Krebserkrankungen setzt Müssig zudem auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Onkologischen Zentrum der Gesundheit Nord.

Dass das nur zwei von vielen Ideen sind, merkt man im Gespräch mit Müssig schnell. Müssig gilt als Mann mit klaren Vorstellungen und als jemand, der Menschen zusammenbringen und für ein gemeinsames Ziel begeistern kann. „Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Ressourcen künftig noch stärker klinikübergreifend nutzen sollten. Das Team sollte dabei im Vordergrund stehen. Denn so entstehen aus meiner Erfahrung heraus immer die besten Lösungen“, sagt Müssig.

Erster Ansprechpartner in Sachen Gesundheit

Einen besonderen Fokus will Müssig auch auf die Aus- und Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen legen. Hier kommt das Zusammenspiel mit anderen Fachabteilungen des Klinikums zum Tragen, denn „mit den guten Kontakten zur Klinik für Geriatrie und zur Klinik für Pneumologie können wir den Ärztinnen und Ärzten hier ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten geben“, so Müssig. Sie könnten sich neben dem Facharzt für Innere Medizin auch als Gastroenterologen, Diabetologen, Geriater (Altersmediziner) und Pulmologen (Lungenfacharzt) weiterentwickeln – und fachübergreifend in diese Bereiche wechseln. „Die Voraussetzungen sind da, um Kollegen so eine langfristige Perspektive zu bieten“, sagt Müssig. Als zweiter Vorsitzender des Schulungsvereins Bremer Ostärzte pflege er zudem seit Jahren ein enges und vertrauenswürdiges Verhältnis zu vielen niedergelassenen Ärzten in den Stadtteilen im Bremer Osten. Hier leben weit mehr als 100.000 Menschen. Hinzu kommen Zehntausende aus dem niedersächsischen Umland. „Als Klinikum Bremen-Ost wollen wir deshalb vor allem regional dauerhaft der erste Ansprechpartner in Sachen Gesundheit sein“, sagt Müssig.

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