Dorcas Ndombaxe macht ein FSJ in der Geburtshilfe

Dorcas Ndombaxe aus Brake hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Frauenklinik des Klinikums Bremen-Nord begonnen – und hat längst Lust auf mehr.

VON TIMO SCZUPLINSKI (TEXT) UND KERSTIN HASE (FOTOS)

An die erste Geburt, die sie im Klinikum Bremen-Nord miterleben durfte, kann sich Dorcas Ndombaxe besonders gut erinnern. „Man hört immer, wie eine Geburt so sein soll. Aber es selbst mitzuerleben, wenn ein neuer Mensch geboren wird, ist ein überwältigendes Gefühl“, sagt die junge Frau. Dorcas Ndombaxe, 18 Jahre alt, ist eine von aktuell 15 FSJ-lerinnen, die am Klinikum Bremen-Nord im Einsatz sind. Die junge Frau aus Brake ist – wie ihr Beispiel schon verrät – in der Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie im Einsatz.

Sie darf sich dabei als richtiges Teammitglied fühlen. Das spiegelt sich auch in ihren Aufgaben wider. Sie darf zum Beispiel die Untersuchungstermine für die Neugeborenen vorbereiten und begleiten. Sie unterstützt Hebammen oder hilft den Kolleginnen und Kollegen auf der Wöchnerinnenstation, dort, wo die Mütter mit ihren gerade erst geborenen Babys noch einige Tage verbringen, ehe sie nach Hause entlassen werden.

“Junge Leute wollen gefordert werden”

„Ich habe hier viele Möglichkeiten, etwas zu lernen. Ich bekomme verantwortungsvolle Aufgaben und mir wird etwas zugetraut“, sagt Dorcas Ndombaxe. Sie erhalte Tipps von den Krankenschwestern und Hebammen und werde auch in stressigen Situationen mit eingebunden. Das liegt ihr: “Junge Leute, die ein freiwilliges soziales Jahr machen, wollen gefordert werden.”

Vorbereitung der Untersuchungstermine auf der Wöchnerinnenstation. Es ist eine von ganz vielfältigen Aufgaben, die Dorcas Ndombaxe machen darf.

Einmal im Monat treffen sich die FSJ-ler vom Klinikum Bremen-Nord, dann sprechen sie über ihre Erfahrungen in ihrem Job. Dorcas Ndombaxe, Sprecherin der FSJler in der gesamten Gesundheit Nord, hat sich wie viele andere auch schon vor ihrem Freiwilligen-Einsatz mit dem Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin und auch der Hebammen auseinandergesetzt. Und sie weiß natürlich, dass Fachkräfte gerade in diesem Bereich bundesweit gesucht werden. Deshalb findet sie es umso wichtiger, wie sehr das Klinikteam, in dem sie arbeitet, es schafft, junge Leute wie sie von dem Beruf zu begeistern.

„Auf diese Weise ist das eine super Werbung für diesen Beruf – und sollte ein Vorbild auch für andere FSJ-Stellen sein“, sagt Dorcas Ndombaxe. Wer sich – wie sie – nach dem Abitur aktiv für ein Jahr für einen FSJ-Einsatz bereit erklärt, bringt von sich aus ja schon Interesse mit, möchte etwas lernen und gefordert werden. Besser könnte ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Frauenklinik aus ihrer Sicht also gar nicht laufen. Wenn sie im Herbst 2020 fertig ist, soll das natürlich erst der Auftakt in ihr Berufsleben gewesen sein. Dorcas Ndombaxe kann sich durchaus vorstellen eine Karriere im Krankenhaus zu machen. Lust auf mehr hat sie auf jeden Fall schon bekommen.

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