Impfstart in den Geno-Krankenhäusern

Im Klinikum Bremen-Mitte sind die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheit Nord gegen das Corona-Virus geimpft worden. Hier gibt es einen Überblick über den Impfstart in allen vier Krankenhäusern.

 

Klinikum Bremen-Mitte

Seit Wochen wurde dieser Tag herbeigesehnt. Am Mittwoch, 13. Januar, war es dann im Klinikum Bremen-Mitte  soweit. Um Punkt neun Uhr wurden die ersten Krankenhausbeschäftigten der Gesundheit Nord geimpft. Prof. Rolf Dembinski (siehe Bild) war einer der ersten Impflinge, die gegen das Corona-Virus geimpft wurden.

Am Montag waren die ersten Dosen des Impfstoffs Moderna in den Krankenhäusern angekommen – und konnten gleich für das Verimpfen vorbereitet werden. Der Impfstoff von Moderna ist wie der zuerst zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer ein mRNA-Impfstoff. Bei beiden Impfstoffen ist der relative Impfschutz im Vergleich zu typischen Grippeimpfstoffen sehr hoch – er liegt nach den Studienergebnissen bei 90 bis 95 Prozent.  Die bisher zugelassenen Corona-Impfungen sind genetische Impfstoffe und enthalten mRNA-Abschnitte des Virusgenoms („m“ = messenger/Bote; „RNA“ = Ribonukleinsäure;). Sie sind der Bauplan für Virusproteine, die von den körpereigenen Zellen produziert werden. Aber eben nur diese einzelnen Proteine und nicht das vermehrungsfähige ganze Virus.

Bei den aktuellen Impfungen geht es um das sogenannte Spike-Protein. Gegen dieses Spike-Protein (Antigen) baut sich dann die Immunantwort auf. Trifft nun eine geimpfte Person später auf das echte Virus, erkennt das Immunsystem das Antigen wieder und kann das Virus erfolgreich bekämpfen. In die Zellkerne des menschlichen Körpers wird die mRNA des Impfstoffs übrigens nicht eingebaut.

Nach dem Impfstart am Mittwoch, werden am Donnerstag und Freitag auch die ersten Beschäftigten im Klinikum Bremen-Nord, im Klinikum Bremen-Ost und im Klinikum Links der Weser geimpft. Zuerst bekommen jene Beschäftigte einen Impftermin, die in den Covid-Bereichen im Einsatz sind. Nach und nach werden dann alle Krankenhausbeschäftigten geimpft.

Klinikum Bremen-Nord

Im Klinikum Bremen-Nord wurden am Donnerstagmorgen die ersten Krankenhausmitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft. Zuerst werden auch hier die Beschäftigten geimpft, die in den Covid-Bereichen arbeiten. So wie Petra Ansorge, die am Donnerstag die erste Person im Klinikum Bremen-Nord war, die eine Impfdosis verabreicht bekommen hat. Mit Dr.Eva Ramsauer, der Konsilärztin des Klinikums Bremen-Nord für den Bereich Dermatologie, wurde zudem auch die älteste Mitarbeiterin des Krankenhauses geimpft.„Diesen Tag haben wir herbeigesehnt“, sagte der ärztliche Direktor des Klinikums Bremen-Nord, Dr. Frank Wösten. „Wir wollen alle unser altes Leben zurück – auf dem Weg dorthin ist der Impfstart ein entscheidender Schritt. Allerdings müssen die bisher erfolgreichen Vorsichtsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Klinik weiterhin strikt eingehalten werden.“

Klinikum Bremen-Ost

Am Freitag, 15.01., starteten die Corona-Impfungen auch am Klinikum Bremen-Ost. Dazu wurde das Veranstaltungszentrum Haus im Park in den letzten Tagen in einen durchorganisierten Impfparcours umgebaut. Stellwände grenzen die einzelnen Bereiche voneinander ab. Die Impflinge werden begrüßt, die Daten werden aufgenommen, dann geht es zum Aufklärungsgespräch, im Anschluss zur Impfung und schließlich in eine Ruhezone, die die frisch Geimpften dann nach etwa 30 Minuten über einen eigenen Ausgang wieder verlassen.Die Stimmung ist fröhlich und gelöst an diesem Vormittag. Alle sind froh, dass es endlich losgeht. „Heute verimpfen wir 110 Dosen“, sagt Betriebsarzt Dr. Martin Franzius, der die Impfkampagne gemeinsam mit Lena Nienaber aus dem Stab der Direktion, organisiert hat. Da könne es zum Beginn erstmal etwas ruhiger zugehen, aber ausgelegt sind die Kapazitäten für eine erheblich höhere Zahl an Impflingen. „Wenn wir mehr Impfstoff bekommen, können wir auch mindestens drei Mal so viele am Tag impfen“, so Franzius.Unter den Impflingen sind heute auch Pflegekraft Anna Giebler vom Palliativ-Dienst und Dr. Wolfgang Sauer, Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Klinikum Bremen-Ost. Beide sind sich einig – zur Impfung gibt es keine Alternative. Sauer behandelt selbst täglich schwerkranke Coivd-19 Patienten auf seiner Station. Anne Giebler wird später nach ihrem Dienst noch einmal ins Haus im Park zurückkehren – dann impft sie als Freiwillige ihre Kolleginnen und Kollegen.

Klinikum Links der Weser

An erster Stelle wird auch im Klinikum Links der Weser das Pflegepersonal der Intensivstation geimpft – den Start macht dabei die pflegerische Leitung Josef Boeckmann und Vanessa Böttjer.„Wir sind froh, dass jetzt das Impfen auch im Klinikum Links der Weser los geht. Als pflegerische Leitung der Intensivstation steht für mich der Mitarbeiterschutz an erster Stelle“, sagt Josef Boeckmann. Eigentlich war Thomas Kavermann angemeldet, aber der steckte im Stau – so rückte Boeckmann nach und sorgte für einen gelungenen Impfstart.

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