Schulstation auf der Intensivstation

Intensiv ist die Zeit auf einer Schulstation natürlich immer. Dieses Mal aber sogar im doppelten Sinne. Denn zum ersten Mal kommen die angehenden Pflegekräfte auf der Intensivstation im Klinikum Bremen-Ost zum Einsatz.

VON ANDREA THEIL (TEXT) UND KERSTIN HASE (FOTOS)

Es ist halb zwölf auf der interdisziplinären Intensivstation im Klinikum Bremen-Ost (KBO). Die Frühschicht ist bald zu Ende und die Spätschicht wahrscheinlich schon auf dem Weg zur Arbeit. Es herrscht rege Betriebsamkeit auf dem Flur und alles scheint so zu sein wie immer, oder? Nein, ganz und gar nicht, denn die jungen Gesichter in den grünen Kitteln gehören alle zu Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege. Es ist Tag 1 im Projekt „Schulstation“ des Kurses 2016B – der Klasse, die im Juli dieses Jahres ihr staatliches Examen ablegen wird. Für die nächsten vier Wochen wird die Verantwortung für die komplette Pflege von vier intensivpflichtigen Patienten als auch die Organisation und Struktur des Tagesablaufs in den Händen der insgesamt sieben Schülerinnen und drei Schüler liegen.

Das Projekt „Schulstation“ gibt es im KBO zwar schon seit 2005, aber in diesem Jahr findet es zum ersten Mal auf der Intensivstation statt. „Die Krankheitsbilder unserer Patienten erfordern einen sehr hohen Betreuungs- und Überwachungsaufwand“, sagt Praxisanleiter Stefan Brinkmann. „Die Anforderungen an die Auszubildenden sind damit höher als sonst.“ Die examinierten Pflegekräfte der Station könne man jederzeit um Hilfe bitten, ie shielten sich jedoch bewusst im Hintergrund, unterstützten die Schüler zum Beispiel in kritischen Situationen, so Brinkmann weiter.

„Wir wollen unsere Schüler so gut wie möglich auf ihren künftigen Berufsalltag vorbereiten“, ergänzt Jörg Bussmann, Projektleiter und Diplom-Berufspädagoge an der Bildungsakademie des Standorts Klinikum Bremen-Ost. Er spricht aus langjähriger Erfahrung, denn die Bildungsakademie macht bereits seit 13 Jahren gute Erfahrungen mit den Schulstationen. Theorie und Praxis werden in diesen Wochen noch enger miteinander verknüpft, praktische Fertigkeiten und theoretische Kenntnisse deutlich vertieft.

„Dazu gehören auch sogenannte Hintergrundtätigkeiten wie die Koordination und Organisation aller Aufgaben eines stationären Alltags“, erklärt der Lehrer für Pflege. Verantwortungsbewusstsein, Kritikfähigkeit und Argumentation würden in einer derartig intensiven Arbeitsphase ebenfalls intensiv geschult.

 

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