Superfood? Es muss nicht immer Goji sein!

Zu einer gesunden Ernährung gehört mehr als nur Superfood. Tipps vom Bremer Ernährungsmediziner Johann Ockenga zum „Tag der gesunden Ernährung“.

VON TIMO SCZUPLINSKI (TEXT)

Wer wissen will, was Superfood vermeintlich so alles kann, braucht den Begriff nur in eine Suchmaschine einzugeben. Heraus kommt eine beträchtlich lange Liste an Super-Eigenschaften. Superfood kann demnach nämlich nicht nur Krankheiten vorbeugen und beim Abnehmen helfen, sondern macht auch gleich noch schöner, jugendlicher, wacher, potenter und bereitet gute Laune. „Dabei stecken natürlich bei weitem nicht hinter jeder angeblichen Wunderknolle oder Alleskönner-Alge auch wirklich Kräfte, die den Körper und den Organismus gesund halten und vor Krankheiten schützen können“, sagt Prof. Dr. Johann Ockenga, Chefarzt der Inneren Medizin II am Klinikum Bremen-Mitte und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin.

Und doch könne die Art und Weise, wie wir uns ernähren, sich in großem Maße auf die Gesundheit auswirken. „Beim Thema gesunde Ernährung schlummert ein riesiges Potenzial, das noch viel stärker genutzt werden müsste“, sagt Ockenga. Statt auf Superfood komme es nach Meinung des Ernährungsmediziners dabei vor allem auf eine ausgewogene Ernährung an. „Die Menge macht das Gift“, sagt Ockenga.

Die mediterrane Küche sei zum Beispiel ein gutes Vorbild: Ballaststoffreiches Gemüse wie Zucchini, Paprika, Tomaten und Zwiebeln; wenn Fleisch, dann vor allem fettarmes Geflügel und Fisch mit jeder Menge ungesättigter Fettsäuren.

Als Faustregel gilt: 50 Prozent der Kalorien, die man zu sich nimmt, sollten aus Kohlenhydraten kommen, 30 Prozent aus Fetten und 20 Prozent aus Eiweißen. Und wer unbedingt zu Superfood greifen möchte, der braucht nicht zwangsläufig die Goji-Beere. „Auch im normalen Supermarkt findet man viele heimische Lebensmittel, die besonders hohen Nährstoff- und Energiegehalt mitbringen“, sagt Ockenga.

Hier kommen drei Beispiele für ganz unspektakuläre Superfoods, die man gut zu einem beson-ders gesunden Frühstück kombinieren kann

Blaubeere – das heimische Superobst
Blaubeeren zählen zu den gesündesten Obstsorten. „Sie liefern nicht nur viel Zink, Eisen, Vitamin C, Kalium und Folsäure, sondern belasten den Blutzuckerspiegel nicht so stark wie andere Obstsorten“, sagt Ockenga. Außerdem können sie entzündungshemmend sein. Dafür sorgt der hohe Anteil des Pflanzenstoffs Polyphenole, aber auch die Farbstoffe Anthocyan und Delphini-din. Außerdem können sie über einen kurzen Zeitraum dabei helfen, den Blutdruck zu senken.

Energiequelle Haferflocken
Im Gegensatz zum Frühstückstoast oder Brötchen liefern Haferflocken dem Körper deutlich länger Energie. Sie sind ein guter Energie- und Ballaststofflieferant. „Dadurch hat der Körper länger etwas zu tun“, sagt Ockenga. Viel Magnesium, B-Vitamine, Eiweiß und ungesättigte Fett-säuren runden Haferflocken als besonders gesundes Essen ab.

Eiweißlieferant Quark
Naturjoghurt passt mit seinem hohen Kalziumgehalt prima zu den Haferflocken. Noch besser in Sachen Eiweißgehalt: Magerquark. Er liefert vier Mal mehr Eiweiß als Joghurt. In Sachen Kalorien liegen Quark (etwa 70 Kilokalorien pro 100 Gramm) und Joghurt (je nach Fettgehalt zwischen 50 und 70 Kilokalorien) fast gleichauf.

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