Zeit für Masken – aber welche?

Durch das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes kann man es dem Coronavirus bei seiner Verbreitung schwerer machen. Das gilt besonders in Zeiten, in denen wieder mehr Menschen in Bussen, Bahnen und Läden unterwegs sind. Aber welches Modell bietet welchen Schutz? Und welchen sollte man nicht im Alltag verwenden? Hier kommt ein Überblick.

 

VON TIMO SCZUPLINSKI
Verschiedene Maskentypen (von links): der selbstgenähte Mundschutz für den Alltag, zwei Varianten des chirurgischen Mundschutzes für Gesundheitsberufe und die sogenannte FFP-2-Maske für den Klinikbetrieb. (Foto: Sczuplinski)

Selbstgenähter Mundschutz

Viele Menschen haben sich längst selbst an die Nähmaschine gesetzt, um ihren eigenen Nasen- und Mundschutz zu nähen oder ihn an Freunde und Verwandte zu verschenken. Herausgekommen sind dabei die buntesten Exemplare. Diese Exemplare sind für den Privatgebrauch geeignet, schonen zudem die insgesamt eher knappen Ressourcen an normalen Nasen- und Mundschutzmasken, die man aus dem Krankenhausbetrieb kennt. Die selbstgenähte Maske kann vor allem andere schützen, in dem eigene Aerosole – also kleine Tröpfchen, die über die Luft transportiert werden – beim Sprechen, Atmen oder Husten besser aufgehalten werden. Für einen selbst bietet sie sehr wenig Schutz, da die Aerosole, über die Covid-19 übertragen werden kann, auch so den Weg an den Rändern der Maske vorbeifinden. Besonders sinnvoll ist das Tragen in geschlossenen Räumen, in denen sich viele Menschen bewegen – wie in Supermärkten, Fahrstühlen, Bussen und Bahnen. Damit die Masken Übertragungsverhinderer bleiben und nicht selbst zu Keimschleudern werden, muss man sie jeden Tag bei 60 Grad waschen und gut trocknen.

 

Chirurgischer Mund- und Nasenschutz

Diese Schutzmaske ist die wohl geläufigste und ein Modell, das in erster Linie in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Altenheimen und anderen Versorgungseinrichtungen eingesetzt werden sollte. Es gibt zwei Varianten: Ein  mit Gummizügen, die man einfach hinter dem Ohr befestigen kann. Und ein Modell, dass jeweils am Hinterkopf zusammengeschnürt wird. Beides sind medizinische geprüfte Produkte. Aber auch hier gilt. Der chirurgische Mund- und Nasenschutz bietet im besten Fall anderen Menschen Schutz, in dem er bei Sprechen, Atmen und Husten viele Aerosole aufhält. Für den Träger selbst bietet sie wenig bis gar keinen Schutz.

FFP-2- und FFP-3-Masken

Diese Spezialmasken bietet zwar für einen selbst Schutz. Sie lassen auch keine Aerosole vorbei, verfügen auch über ein Ventil für den viren- und keimfreien Luftaustausch. Sie sollten jedoch keinesfalls im öffentlichen Raum getragen werden. Denn der Bedarf in den Krankenhäusern gerade in den Covid-19-Bereichen ist sehr groß und die FFP-2- und FFP-3-Masken dort am dringendsten gefragt. Deshalb sollten diese Masken auch ausschließlich für den Gebrauch im Krankenhaus genutzt werden. Denn trügen die Leute sie massenhaft im Alltag, fehlten diese Spezialmasken schnell dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Nämlich auf Isolier- und Intensivstationen, wo sie dringend zum Ansteckungsschutz von Beschäftigten getragen werden.

 

Fazit: Für den Alltagsgebrauch sollte man – wenn möglich – insbesondere auf selbstgenähte Masken zurückgreifen. Chirurgischer Mund- und Nasenschutz sollte vor allem im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Auf den Gebrauch von FFP-2- und FFP-3 sollte man im Alltag unbedingt verzichten, denn bei massenhafter Verwendung fehlen diese besonderen Schutzmaterialien schnell dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden: im Krankenhaus.

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