Lauter Zwillinge – und sogar Drillinge

In den ersten Wochen des Jahres gab es im Klinikum Bremen-Nord  schon elf Mehrlingsgeburten. Mit deutlich mehr als 200 Geburten bis Anfang Februar ist die Klinik wie im Vorjahr auf Rekordkurs. Ohnehin schreibt das Team um Chefarzt Wladimir Pauker eine Erfolgsgeschichte nach der anderen.

VON TIMO SCZUPLINSKI
Aufregender Start ins Leben
Die Zwillinge Jamila und Jennaisa Ohlrogge sind acht Wochen zu früh auf die Welt gekommen. Im Klinikum Bremen-Nord haben sich die beiden ins Leben gekämpft. In dieser Audioslideshow blicken ihre Eltern auf die ersten Tage zu viert zurück. (Fotos: Kerstin Hase/Schnitt und Ton: Timo Sczuplinski)

Die Schlafsäcke sind durchnummeriert. „K1“ steht auf einem – Kind 1 also. Kind 1 heißt in diesem Fall Marie, sie war 2130 Gramm schwer und nur 42 Zentimeter groß bei ihrer Geburt. Marie ist am 6. Januar nicht allein auf die Welt gekommen. Wenig später waren auch ihr Bruder Mio (2103 Gramm, 45 Zentimeter) und ihr Schwesterchen Lille (1850 Gramm, 43 Zentimeter) schon da. „K2“ und „K3“, wenn man so will. Marie, Mio und Lille sind die ersten Drillinge, die in diesem Jahr im Klinikum Bremen-Nord (KBN) geboren wurden – in einem Jahr, das bisher ohnehin ganz im Zeichen der Mehrlingsgeburten stand. Neben den Drillingen gab es allein im Januar schon acht Zwillingspärchen, die im KBN auf die Welt gekommen sind. Im Februar sind zwei weitere Zwillingsgeburten dazugekommen. „Einzelgeburten waren auf der Kinderintensivstation bis jetzt fast schon die Ausnahme“, sagt etwa die stellvertretende Stationsleitung der Neonatologie, Sylvia Stolle.

Dass die Zahl der Mehrlingsgeburten so hoch ist, kann verschiedene Gründe haben. Generell steigt die Zahl der Geburten im Klinikum Bremen-Nord seit Jahren. 2016 hatte man dort erstmals die 2000er-Marke geknackt. 2096 Geburten waren es im vergangenen Jahr insgesamt. Mit 241 Geburten (Stand 8. Februar) ist man in diesem Jahr schon wieder auf Rekordkurs. „Es geht so weiter wie das letzte Jahr aufgehört hat“, sagt Klinikpflegeleitung Michaela Feldmann.

Die Patienten fühlen sich bei Chefarzt Wladimir Pauker und seinem Team ganz offensichtlich sehr gut aufgehoben. Gerade die natürliche Geburt stehe im Klinikum Bremen-Nord im Fokus und werde von den Hebammen und dem Ärzteteam gefördert, berichtet Pauker. Ein Kaiserschnitt solle nur dann erfolgen, wenn es nicht anders geht. Alle Geburtskliniken der Gesundheit Nord sind übrigens Mitglied im Bremer Bündnis natürliche Geburt. Pauker und sein Team haben es geschafft, die Anzahl der Geburten am KBN seit Jahren zu steigern und gleichzeitig die Sectiorate, also die Häufigkeit der Kaiserschnitte, zu verringern.

Frauenstation 2 erstrahlt in neuem Glanz

Gutes gibt es auch aus der Gynäkologie zu berichten. Mit etwa 2000 Patienten ist sie ebenfalls im Jahr 2016 sehr gut ausgelastet gewesen. Dort ist nun auch die Renovierung der Frauenstation 2 abgeschlossen worden (eine Bildergalerie dazu sehen Sie weiter unten). Helle Räume und eine moderne Einrichtung warten dort nun auf die Patientinnen, die es bei ihrem Klinikaufenthalt so angenehm wie möglich haben sollen. Zudem sorgen ein geräumiges Dienstzimmer und ein angemessener Besprechungsraum dafür, dass das Personal noch besser zusammenarbeiten kann.

Dass man am Klinikum Bremen-Nord insgesamt auf einem guten Weg ist, zeigt auch ein Blick auf die Rankings des Bremer Krankenhausspiegels 2016. In keiner anderen Bremer Klinik sind die Patientinnen und Patienten so zufrieden mit der ärztlichen Betreuung in der Fachabteilung Gynäkologie wie in Bremen-Nord. Im Bereich Behandlung und Betreuung insgesamt liegt das KBN knapp hinter dem Klinikum Bremerhaven auf Platz zwei. Ähnlich sieht es bei den Umfragewerten für die Geburtshilfe aus. Auch hier liegt das KBN im Bereich Behandlung und Betreuung knapp hinter Bremerhaven auf Platz zwei. Den Spitzenplatz belegt das Blumenthaler Krankenhaus bei der Betreuung durch die Hebammen.

Einblick in Kreißsaal und Frauenstation

Die Frauenstation 2 erstrahlt mittlerweile in neuem Glanz. Helle Räume und eine moderne Einrichtung sollen zum Wohlfühlen beitragen. Und auch im Kreißsaal gibt es Neues zu entdecken. Werfen Sie einen Blick in die Räume der Gynäkologie und Geburtshilfe. (Fotos Kerstin Hase)

„Wirklich jeder bringt sich hier erfolgreich ein. Es macht einfach Spaß und das wirkt sich auf die Patientinnen aus“, sagt Michaela Feldmann. Auch Chefarzt Wladimir Pauker, dem viele einen großen Verdienst an dem aktuellen Trend attestieren, lobt seine Kolleginnen und Kollegen. „Jeder Einzelne macht hier einen richtig guten Job.“ Und diese positive Grundhaltung gepaart mit der fachlichen Qualität komme auch bei den Patientinnen und Patienten an.

Mehr über die Geburtshilfe und die Gynäkologie am Klinikum Bremen-Nord gibt es hier >>

Neuer Chefarzt für die Prof.-Hess-Kinderklinik

Dr. Martin Claßen ist seit diesem Monat neuer Chefarzt der Prof.-Hess-Kinderklinik am Klinikum Bremen-Mitte. Damit folgt er auf Prof. Dr. Hans-Iko Huppertz, der nach 40 Jahren in der Kinder- und Jugendmedizin in den Ruhestand geht.
Lesen Sie mehr

Klinikum Bremen-Ost: Intensivarzt wird unverhofft zum Geburtshelfer

Die Nachtschicht von Dr. Saemy Bouyanzar war fast vorüber, da wurde der Intensiv- und Notarzt aus dem Klinikum Bremen-Ost unverhofft zum Geburtshelfer. Eine Frau brachte ihr Baby im Auto vor dem Krankenhaus zur Welt. Wie Bouyanzar die Situation erlebte lesen Sie hier.
Lesen Sie mehr

Kinderklinik-Reportage: Jeder Tag eine Überraschungskiste

Babys, Kleinkinder, Teenager, Notfälle. Die K2 der Kinderklinik in Bremen-Nord ist eine Station mit einem besonders breiten Spektrum an Krankheiten und Altersstufen. Wir haben das Stationsteam bei einer Schicht begleitet.
Lesen Sie mehr

“Das sind unsere Golden Girls”

Lieselotte Rietbrock, Monika Reuter und Lieselotte Steuer sind zusammen 264 Jahre alt. Und sie sind aktuell die mit Abstand ältesten Patientinnen in der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am Klinikum Bremen-Mitte. Was sie ins Krankenhaus führte, lesen Sie hier.
Lesen Sie mehr

Lästige Frühflieger – was blüht wann?

Viele Menschen brauchen die Taschentücher nach der Erkältungszeit gar nicht erst weglegen. Denn die ersten Pollen schwirren längst durch die Luft und sorgen bei Allergikern für Niesattacken und juckende Augen. Welche Frühflieger jetzt unterwegs sind und was Heuschnupfen-Patienten beachten sollten, lest ihr hier.
Lesen Sie mehr

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Informationen zum Datenschutz finden Sie unter: https://gesundmalvier.de/impressum/

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen